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Bohrlehren


Wer ein hohe Anzahl von Bohrungen mit gleichmäßigen Abständen anfertigen muss, sollte sich eine Lochschablone anfertigen.

Bohrlehren

Diese sollte aus Messingblech hergestellt werden, da sich Kunststoff wie z.B. Polystyrol nicht bewährt hat. Das permanten Ansetzen des Bohrer führt dazu, dass die Löcher sehr schnell "ausleiern".

Bohrlehren

Diese Schablonen lassen sich besser platzieren und festhalten, wenn man sie auf einer Seite anwinkelt.

Bohrlehren

Bei der Realisierung von Plattengängen hat sich eine Anlegeschiene, die auf die Unterseite der Schablone geklebt ist, als recht hilfreich erwiesen. So kann die Schablone mit leichtem Druck gegen die Plattenkante gedrückt und ein Verrutschen verhindert werden. Exakte Abstände von Rand sind damit gewährleistet.

Bohrlehren

Müssen Doppelreihen gebohrt werden, kann man in die Schablone "Gucklöcher" einarbeiten, um sie exakt mittig über einem Stoß oder einer Hilfslinie positionieren zu können.

Muss man sehr viele Löcher bohren, dann sollte einiges beachtet werden:

  • Elektrische Handbohrmaschinen wie z.B. Proxxon sind i.d.R. recht schwer, das Handgelenk ermüdet zu schnell, die Drehzahl ist zu hoch, selbst bei niedrigster Geschwindigkeit sind es immer noch ca. 3.000 U/min, der Bohrer wird warm.
  • Durch die schnelle gleichbleibende Umdrehung wird ein einzelner langer Bohrspan erzeugt, wenn dieser im Drillgang des Bohrers liegen bleibt, muss er entfernt werden, das nervt mit der Zeit, entfernt man den Span nicht, kann es passieren, dass zusätzlich durch die Erwärmung des Bohrers zu großer Löcher entstehen, weil der Kunststoff anschmilzt.
  • Es bleibt nur das Bohren mit Hilfe eines Klöbchens, allerdings erzeugt die Drehbewegung und das gleichzeitige Drücken mit der Zeit trotz der drehbaren Handauflage eine unangenehme Druckstelle an der Handinnenseite. Diese Druckstelle kann mit der Zeit durchaus recht schmerzhaft sein, außerdem arbeitet man mit dem kompletten Arm, das ist auf die Dauer etwas ermüdend. Auch diese Art des Bohrens erzeugt fast immer einen einzelnen Bohrspan, der bleibt allerdings nur sehr selten im Drillgang liegen.
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