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KohlelukenMehrere dieser Kohleluken befanden sich auf alten Dampfschiffen i. d. R. zu beiden Seiten neben den Aufbauten direkt im Deck. Diese zumeist kreisrunden Öffnungen zu den Kohlebunkern waren durch lose oder verschraubte Deckel verschlossen. Die Originale Der Lukenverschluss besteht aus einer mit dem Deck verschweißten, verschraubten oder vernieteten Fassung und dem eigentlichen Lukendeckel. Die Deckel sind leicht nach außen gewölbt und haben i.d.R. Rillen auf der Oberseite - ich denke eine Art Rutschschutz. Oftmals sind die Deckel mit Griffringen versehen. So sehen die Luken bzw. Lukendeckel im Original aus. Die Lukenfassung In Ermangelung passenden Rundmaterials mit entsprechender Wandstärke habe ich die Lukenfassung aus Plexiglas gedreht. Dazu wurden einfach zwei Scheiben aufeinander geklebt, "geachtelt" und dann auf das vorgesehene Außenmaß abgedreht. Die untere Scheibe hat einen etwas größeren Durchmesser. So entsteht ein kleiner Absatz, weil die Lukenfassung später von unten durch eine Öffnung im Deck gesteckt und verklebt wird. Noch ein paar Nieten eingeklebt und fertig ist der Rohling des Urmodells für die Lukenfassungen. Der Lukendeckel Auch beim Lukendeckel habe ich zwei Plexiglasscheiben übereinander geklebt, allerdings diesmal mit doppelseitigem Klebeband. In die untere Scheibe habe ich vorher ein Loch gebohrt und eine Senkkopfschraube als Haltedorn verschraubt, so konnte ich den Deckel abdrehen ohne ihn zu beschädigen. Es wurde ebenfalls wie bei den Originalen eine leichte Wölbung und die Rillen eingearbeitet. Die Griffringe liegen in einer Vertiefung. Um diese Nut ebenfalls zu realisieren, wurden jeweils zwei Löcher gebohrt und zwei passende "Pfropfen" gedreht, wobei der Durchmesser der einen Hälfte etwas kleiner ist. Steckt man diese Pfropfen wieder in das Loch im Deckel, entsteht so die gewünschte Nut. Die Silikonform Da ich sieben Stück dieser Luken benötige, habe ich mir lediglich einen Satz eines Urmodells und eine Silikonform angefertigt. Ich habe schon öfters mit Formsilikon gearbeitet, z.B. um mir Rettungsinseln herzustellen. Was mich bisher gestört hatte, war die Verwendung von Vernetzerflüssigkeit, die mit gerade mal 2% Zugabe immer recht schlecht zu dosieren war. Gerade bei geringen Mengen benötigten Silikons würde man eine Präzisionswaage benötigen um die richtige Dosierung des Vernetzers zu ermitteln. Nun habe ich bei www.klebstoff-profi.de das 2-Komponenten-Formsilikon SI6GB gefunden, dass ähnlich wie bei Epoxid 1:1 nach Gewichtsanteilen gemischt wird. Die Herstellung von kleinen Formen ist somit nicht mehr so problematisch. Sehr gut sind auch die unterschiedlichen Farben der Einzelkomponenten (blau und gelb), so weiß man genau, wenn alles Grün ist, dann ist es gut durchgemischt, ähnlich wie man das von Polyesterspachtel mit dem roten Härter kennt. Die Topfzeit beträgt etwa 6 bis 10 min, nach 45 bis 60 Minuten entformbar und nach etwa 1,5 bis 2 Stunden kann die Form zum Gießen verwendet werden. Die ersten Gießlinge Einmal neu bitte Es wurde ein neuer Lukenrohling angefertigt, nun als komplettes Bauteil und ohne Ringfugen, inklusive einer neuen Gießform. Die Qualität der fertig gegossenen Luken überzeugt. fertig Zum Abschluss wurden die Nieten wieder etwas abgeflacht, die Luken mit Griffringen versehen und eingeklebt. |
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