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Herstellung von SchäkelnFür den Bau von Modellen in größeren Maßstäben, ist es schon möglich, einige sonst "vernachlässigte" Details anzufertigen. So habe ich bisher z.B. die Wanten einfach durch den Augbolzen des Spannschlosses gezogen, verlötet und betakelt. Für eines meiner Projekte, der Nachbau einer Schouw im Maßstab 1:6, habe ich mir vorgenommen, jede Verbindung von stehendem und laufendem Gut, Blöcken usw. mit Schäkel an den entsprechenden Stellen zu befestigen. Einige Veröffentlichungen in der Fachpresse haben diesen Nachbau schon beschrieben, so z.B. in der Schiffsmodell 2001/01 Seite 40 "Blöcke und Schäkel im Eigenbau". Hier wurde der Schäkelschaft auf ein Messingrohr hart aufgelötet. Da ich über keine Erfahrung mit Hartlöten und entsprechende Ausrüstung verfüge, suchte ich nach einer anderen Variante. Die von KTH, Pekabe oder Harhaus bekannten Schäkel dienten mir dabei als Vorlage. Ein Kauf kam aus Kostengründen nicht in Frage, da ich mindestens 30 Schäkel benötigte. Hier also eine Varianten zu Nachbau. Benötigt werden folgende Materialien und Werkzeuge:
So entsteht ein Schäkel (die Arbeitsschritte entsprechen den Nummern auf dem Bild):
Alle Materialien und Werkzeuge waren bei mir vorhanden, so dass momentan keine zusätzlich Kosten benötigt wurden, um die Schäkel herzustellen. Der Zeitaufwand pro Schäkel liegt bei etwa 20-30 Minuten. Geht man also davon aus, sein Modellbaubudget nicht zu belasten und bringt eine wenig Geduld mit, ist es schon ein lohnenswerte Variante. Ich habe an meinem Schlüsselbund eine kleine Messingglocke als Schlüsselanhänger. Zum Test für die Haltbarkeit des Schäkels und vor allem des Bolzens, habe ich die Glocke mit einem selbst angefertigten Schäkel befestigt. Und so hängt Sie denn schon längere Zeit ohne Ermüdungserscheinungen. Auch die Belastung mit einem gefüllten 10-Liter-Wassereimer hat der Schäkel gut überstanden (siehe hier). So die ersten Versuche. Außer einer Rundzange wurde kein spezielles Biegewerkzeug benutzt. Dabei tritt aber das Problem auf, dass es bei Herstellung in Serie zu gewissen Ungenauigkeiten kommt. Mal ist ein Schäkel ein bisschen länger, mal ein wenig kürzer. Diesem Rechnung getragen, hier noch ein etwas professionellerer Variante für die Schäkel mit Biegevorrichtung Hier noch einmal zwei Großaufnahmen eines Schäkel mit Kausch. Literaturverweise:
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Herstellung von Schäkeln




