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das dichte Stevenrohr


Beim Einbau eine Antriebswellen für den Einbau in ein Schiffsmodell, gibt es zwei Möglichkeiten: normale oder wartungsfreie Wellen.

Die wartungsfreien Welle sind so aufgebaut, dass diese ohne zusätzliche Hilfsmittel zu Verhinderung des Wassereintritts in das Modell eingebaut werden können. In der Regel sind diese zusätzlich mit Kugellager und Dicht- bzw. Lippenringen ausgerüstet.

Die "normalen" Antriebswellen dagegen sind preiswerter und haben i.d.R. lediglich ein in das Stevenrohr eingesetztes Bronzelager an jeder Seite.

Bei neuen Wellen sind diese Lager sehr passgenau und haben wenig Spiel. Hier muss etwas unternommen werden, dass zum einen eine übermäßige Reibung der Welle in den Lagern und zum anderen der Wassereintritt in das Modell verhindert wird.

Hier hilft nur die Verwendung eines wasserabweisenden Schmiermittels.

Öl hat sich generell nicht bewährt, da es über zu wenig Viskosität verfügt, sprich: es ist zu dünnflüssig.

Auch bei dem sehr geringem Spiel an den Lagerbuchsen, reicht die Kapillar- und Sogwirkung des Schraubenwassers aus, so dass im Fahrbetrieb das Öl recht schnell aus dem Stevenrohr entweicht. Die eine Hälfte wird ins Wasser gedrückt, die andere Hälfte geht in den Rumpf.

Selbst bei Fett ist diese zu beobachten, jedoch ist die Menge wesentlich geringer.

Wenn sich kein Fett mehr im Stevenrohr befindet, hat man unweigerlich Wasser im Modell. Der Wassereintritt wird bei Rückwärtsfahrt sogar noch durch den Wasserdruck, den die Schraube erzeugt, verstärkt.

Im Modellbauhandel wird spezielles Wellenfett angeboten. Dieses Fett hat den Vorteil, das es keine Verbindung mit Wasser eingeht, wie z.B. auch Dampfmaschinenöl. Aber man kann aber auch ganz normales Getriebefett nehmen.

Wie oben schon erwähnt, tritt auch das Fett am Ende des Stevenrohr aus. Im Modell verteilt es sich dann durch die Schleuderwirkung der Welle an den Rumpfinnenseiten. I.d.R. nach einer Fahrsaison eine riesen Schweinerei, gerade wenn die Welle schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Dann sind die Lagerbuchsen nicht mehr ganz so passgenau. Deshalb ist ein sog. Schleuderfettbehälter recht nützlich. Diesen kann man ohne großen Aufwand selber herstellen. Siehe Bessere Fettung von Antriebswellen

Prinzipiell reicht ein Abdichten mit Fett vollkommen aus, es muss allerdings öfters nachgefettet werden mindestens einmal pro Saison, bzw. dann, wenn wieder Wassereintritt zu verzeichnen ist. Den nachträglichen Einbau von Dicht- oder Lippenringen habe ich noch nicht ausprobiert, vielleicht wäre in diesem Fall der Kauf einer von Hause aus wasserdichten und wartungsfreien Antriebswelle sinnvoller. Allerdings nicht gerade billig.

Beim Kauf von Antriebswellen sollte man auch beachten, das kugelgelagerte Wellen nicht von vornherein wasserdicht sein müssen. Unbedingt die Beschreibung des Herstellers lesen oder beim Händler nachfragen.

P.S.: Auch der Ruderkoker sollte gefettet werden, wenn dieser etwas zu kurz geraten ist, kann das ebenfalls ein Grund für Wassereintritt sein.